26 Tonnen Hilfsgüter verladen – 9. Juni 2012

 

 

 


 

Die gesammelten Hilfsgüter im Keller des Turmhauses in Malans stapelten sich erneut bis an die Decke: tonnenweise in aufwändiger Kleinarbeit  kontrollierte Kleider, unzähliges transportsicher verpacktes Geschirr, Matratzen, kleine Möbel, Schuhe in Schachteln, Spielsachen und vieles mehr. Auch das Lager in Mels zeigte sich nicht anders: Zahlreiche Schultischchen und -stühle, Esstische, Betten, Lavabos etc. warten auf den Transport.

Im Vorfeld mussten die nötigen Ausfuhrbewilligungen der Bahnwagen und die für den Transport zwischen den beiden Lagern und dem Verladerampen benötigten Lieferwagen und Busse organisiert werden.

Am Samstag um 7 Uhr begann das Verladen der Hilfsgüter und im Laufe des Tages arbeiteten gegen 40 Personen mit. Im Keller in Malans war parallel dazu noch eine riesige Menge Kleider zu kontrollieren.

Jede und jeder machte sich irgendwo nützlich. Gegen Mittag zeigte sich, dass der 22 Meter lange, 3 Meter hohe und fast 3 Meter breite Bahnwagen schon bald gefüllt war – und noch immer waren weder das Lager in Malans noch das in  Mels leer. So beschlossen wir über Mittag gemeinsam, noch einen zweiten Bahnwagen zu bestellen. Das Glück wollte es, dass ausgerechnet am Verladerampen in Landquart ein zweiter etwas kleinerer Bahnwagen stand, den wir für unsere Zwecke nutzen konnten.

Gestärkt nach einem feinen Mittagessen im Restaurant Weiss Kreuz in Malans öffneten wir die Tore des zweiten Waggons und gegen Abend war auch dieser bis oben gefüllt. Total haben wir an diesem Tag 26 Tonnen Hilfsgüter verladen. Nun ist das Lager in Malans leer und im Lager Mels stehen nur noch wenige Möbel, die gut noch ein paar Monate, bis zum nächsten Transport, warten können. Kleider haben beim Verlad immer erste Priorität. Lagern diese zu lange in den z.T. etwas feuchten Räumlichkeiten in Malans und Mels, dann nehmen sie einen etwas unfreundlichen Geruch an – und wir wollen den armen Menschen in Rumänien doch feine Hilfsgüter bringen.

Sind die Bahnwagen gefüllt und die Türen der Waggons geschlossen, ist die Arbeit in der Schweiz noch lange nicht abgeschlossen. So müssen die zur Verfügung gestellten Lieferwagen und Busse zu ihren Eigentümerinnen und Eigentümer zurückgebracht, die Ladeliste erstellt der angefallene Abfall entsorgt, zahlreiche Dankesbriefe verschickt werden etc.

Ein Wort zum Schluss: Es ist immer wieder erstaunlich, was Menschen von Jung bis Alt bewirken können, wenn sie zusammen am selben Strick ziehen: heben, werfen, beigen, kontrollieren, verpacken, fahren, stapeln, ziehen, stossen, witzeln, ausleihen, mitdenken, bringen, zeichnen, holen, spenden, fangen, rollen, schreiben, fotografieren, reden, lachen – und 26 Tonnen Hilfsgüter sind bereit für die Reise zu den ärmsten Menschen in Rumänien!